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Letztes Jahr

Letztes Jahr war das nämlich so:

Ich wohne eigentlich in Aschaffenburg, einem netten kleinen Städtchen in Unterfranken (nicht Bayern!!). Dort ging ich zum Gymnasium, obwohl ich weder ein Lehrerkind war, noch gut situierte Eltern hatte. In der Neunten fiel ich durch, wegen katastrophaler Leistungen in Mathe und Latein (Warum hab ich bloß Latein genommen? Ich muss völlig geistig umnachted gewesen sein). Ich kam in eine andere Klasse, die nicht hauptsächlich aus Snobs bestand, für die es nur die Schule und wenn’s hoch kam den privaten Musikunterricht gab, sondern aus normalen Menschen.

Im Grunde genommen fühlte ich mich wohl und hätte auch noch vier Jahre so weiter machen können, aber mein Schicksal wollte es anders.

Ich bekam dieselbe Lateinlehrerin wie im Vorjahr (Wir konnten uns auf den Tod nicht leiden. Wenn ihr Harry Potter-Fans seid und eine Dolores Umbridge sehen wollt – hier ist sie), einen Physiklehrer, den ich früher mal in Mathe hatte und mit dem ich mich auch nicht sonderlich gut vertrug und einen Mathelehrer, der mir am letzten Schultag vor Weihnachten einen Verweis aufbrummte, weil ich meine Weihnachtspost gelesen hatte…

Um es kurz zu machen, ich schaffte die Neunte zum zweiten Mal nicht.

Nicht, dass ihr jetzt denkt, ich wär blöd.

Ich hab zwar kein psychologisches Gutachten, dass ich hochintelligent bin (Wie ca. 90% aller Indie-Teenager, deren Eltern das unbedingt hören wollen. Wir können uns keinen Psychologen leisten), aber meine Noten in Englisch und Deutsch sprechen eindeutig gegen Dummheit.

Egal, weiter.

Ich flehte also in den Sommerferien meinen Vater an, mir irgendwie noch einen Platz an einer Waldorfschule zu besorgen (Er hat da Kontakte), und das funktionierte auch. Also hatte ich zwei Wochen weniger Sommerferien und trat danach in den Dienst der alternativen Schule.

Ich musste ziemlich weit fahren, selbst nachdem ich zu meinem Vater gezogen war (Frankfurt am Main), denn die Schule lag irgendwo in der südhessischen Pampa (Ich sag nicht wo, aus Datenschutzgründen), wurde auf dem Schulweg sexuell belästigt und musste ewig an einer einsam gelegenen Bushaltestelle im Wald rumstehen, bis der Anschlussbus kam.

Oh, und in der Schule wurde seit der fünften Klasse Französisch unterrichtet.

Das heißt, ich sollte fünf Jahre einer Sprache nachholen, die neben Gälisch und Walisisch die seltsamste Aussprache der Welt hat.

Nach zwei Wochen konnte ich noch immer kein perfektes Französisch und lag mir permanent mit meinem Erzeuger in den Haaren (Hauptsächlich, weil ich kein Französisch konnte und er erfahren hatte, wie viel Schulgeld er zahlen musste).

An dem schicksalhaften letzten Freitag meiner hessischen Schulkarriere sollte ich einen anderen Schulweg ausprobieren (Der sexuellen Belästigung wegen).

Ich verpasste den Bus zur Schule, weil ich nicht wusste, wo er abfuhr.

Der nächste Bus fuhr an der Schule vorbei.

Ich stieg an der nächsten Haltestelle aus und fing an zu laufen.

Bis ich merkte, dass ich in die falsche Richtung lief.

Also lief ich in die andere Richtung.

Bis mich nach vier Kilometern die Polizei aufgabelte.

Naja, muss auch komisch ausgesehen haben, so’n kleines Mädchen mit riesigem Rucksack, das duch den Wald latscht.

Die Polizei hat mich dann in die Schule gebracht, rechtzeitig zu Physik.

Danach ging ich zurück nach Bay… , Verzeihung, Unterfranken, auf die schlimmste Hauptschule der Welt.

Und machte meine Mittlere Reife.

Und jetzt?

28.6.07 08:45
 


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